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„Sterbe-Workshops“ in Großbritannien

Mittwoch, 6. Mai 2009

London – Der umstrittene australische Arzt Philip Nitschke bietet in Großbritannien „Sterbe-Workshops“ an. Wie die Tageszeitung „The Guardian“ am Dienstagabend auf ihrer Webseite meldete, erklärte der auch als „Dr. Death“ bezeichnete Mediziner rund 100 Teilnehmern in der britischen Küstenstadt Bournemouth, wie sie ihr Leben beenden können.

Er habe ihnen einen „Selbstmordbaukasten“ vorgestellt sowie Filme gezeigt, die mögliche Wege in den Tod erklärten. Auch habe der Arzt ältere und schwer kranke Menschen eingeladen, seiner Sterberechtsorganisation „Exit“ beizutreten. 

Bournemouth ist laut Bericht für seinen hohen Anteil älterer Bürger bekannt. Rentner „wollen Wahlmöglichkeiten“, verteidigte Nitschke seine Aktion. Menschen begriffen das Recht zu sterben als ein „Grundrecht“. Er vermittele nur die nötigen Informationen, die es ihnen erlaubten, eine „legitime Wahl“ zu treffen.

Bei seiner Einreise am Samstag hatte Nitschke Probleme. Er wurde von der Einwanderungsbehörde festgehalten, aber nach einem Verhör wieder freigelassen. Dem Bericht zufolge plant Nitschke weitere Veranstaltungen in den englischen Grafschaften East Sussex und Gloucestershire sowie in Schottland. © kna/aerzteblatt.de

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