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Nutzen von Hirnjogging fraglich

Mittwoch, 6. Mai 2009

Berlin – Die Wirksamkeit von Hirnjogging-Produkten sollte wissenschaftlich und unabhängig überprüft werden. Das fordern 30 Kognitions- und Neurowissenschaftler sowie Alternsforscher in einem gemeinsam unterzeichneten und Anfang Mai veröffentlichten Memorandum.

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„Die Erklärung bezieht sich vor allem auf kommerzielle Anbieter, die das Blaue vom Himmel versprechen“, erklärt Ulman Lindenberger, Direktor am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB). Denn eine steigende Zahl kommerzieller Anbieter verspreche, geistige Fähigkeiten im Alter durch Hirntraining zu erhalten oder zu steigern. Eine wissenschaftliche Absicherung dieses Versprechens liege aber nicht vor. Ein Zaubermittel gegen die altersbedingte Minderung der Hirnleistung oder Alzheimer gebe es nicht.

Daher sprechen sich die Unterzeichner des Memorandums ausdrücklich für die weitere Forschung zu softwarebasierten kognitiven Trainingsprogrammen aus. Die Ergebnisse einiger neuerer Untersuchungen geben nach Aussage des MPIB Anlass zu Optimismus. „Moderne Technik bietet ein großes Potenzial für die soziale und geistige Anregung im Alter“, sagt Lindenberger. Ihre langfristige Wirksamkeit sollten aber Verlaufsstudien überprüfen.  © hil/aerzteblatt.de

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