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Windhorst fordert Debatte über Priorisierung

Montag, 11. Mai 2009

Münster – Gegen eine versteckte Rationierung von medizinischen Leistungen hat sich die Ärztekammer Westfalen-Lippe ausgesprochen. Zugleich fordert sie eine gesellschaftliche Diskussion darüber, welche Maßnahmen künftig finanzierbar sind.

„Eine echte Diskussion über die Priorisierung von Gesundheitsleistungen hat in Deutschland bisher nicht stattgefunden“, kritisierte der Präsident der Kammer, Theodor Windhorst, anlässlich des zweiten Ethik-Forums der Kammer am Mittwoch in Münster. 

Bislang suggeriere die Politik, dass mithilfe von Rationalisierungsreserven das bisherige medizinische Versorgungsniveau beibehalten werden könne. „Dem ist aber nicht so, es gibt bereits eine versteckte Rationierung von Leistungen“, sagte Windhorst. Er fordert deshalb einen „Bundesgesundheitsrat“, der mit Vertretern von Ärzten, Patienten, Politik und Kostenträgern alle Beteiligten an einen Tisch bringt, um einen breiten Konsens über die gerechte Verteilung von Gesundheitsleistungen zu finden.

Windhorst kritisierte, längst gehe es im Patientengespräch nicht mehr nur um medizinische Fragen. Ärzte und Patienten diskutierten häufiger, welche Leistungen noch möglich seien und welche nicht. Das belaste das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten. © hil/aerzteblatt.de

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