Washington – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA geht davon aus, dass alle Antiepileptika das Risiko von suizidalen Gedanken oder Handlungen erhöhen. Die Hersteller wurden zu Warnhinweisen in den Fachinformationen verpflichtet. Die Patienten sollen mit „Medication Guides“ über die Risiken unterrichtet werden.
Bereits Ende Januar 2008 hatte die FDA die Ärzte über die Ergebnisse einer Meta-Analyse informiert: Die Auswertung einer Reihe von placebokontrollierten Studien hatte ergeben, dass die Einnahme von Antiepileptika das Risiko von suizidalen Gedanken oder Selbstmordversuchen verdoppelt (0,43 vs. 0,22 Prozent). Rechnerisch kommt auf etwa 500 Patienten einer, der (zusätzlich) einen Suizidversuch plant oder durchführt.
Die erhöhte Suizidalität machte sich bereits eine Woche nach Beginn der Therapie bemerkbar. Das Risiko war bei Patienten, welche die Wirkstoffe zur Anfallsprophylaxe einnahmen, höher als bei Patienten, welche sie zur Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen oder anderen Störungen (Migräne, neuropathische Schmerzen) einnahmen.
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