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Wageningen – Ein maßvoller Alkoholkonsum senkt einer Langzeitstudie im Journal of Epidemiology and Community (2009; doi: 10.1136/jech.2008.082198) zufolge das Sterberisiko. Die höchste Lebenserwartung hatten Männer, die regelmäßig Wein, davon aber weniger als ein Glas pro Tag tranken.
Die Studie wertete die Daten von 1.373 Männern der Jahrgänge 1900 bis 1920 aus, die in Zuphen, einer kleinen Gemeinde in der Provinz Gelderland in den Niederlanden wohnen. Sie wurden ausgewählt, weil ihr Ernährungsstil den des typischen Mitteleuropäers repräsentiert mit einem hohen Anteil von Fleisch, tierischen Fetten und Knollengemüse (zum Beispiel Kartoffeln) aber wenig Obst, Gemüse, Getreide und Ballaststoffen.
Die Männer werden seit 1960 regelmäßig befragt. Während dieser Zeit änderten sich, vielleicht auch altersbedingt die Trinkgewohnheiten. Der Anteil der Männer, die regelmäßig Alkohol konsumierten, stieg von 45 auf 86 Prozent und der Anteil der Weintrinker nahm sogar von 2 auf 44 Prozent zu. Ein leichter Alkoholkonsum scheint den Teilnehmern durchaus zu bekommen, berichtet Martinette Streppel von der Universität in Wageningen.
Ihre Analyse zeigt nämlich, dass ein mäßiger Alkoholgenuss von maximal 20 Gramm am Tag – das entspricht einem halben Liter Bier oder einem Viertelliter Wein – gegenüber der vollständigen Abstinenz die Lebenserwartung eines 50-Jährigen um 2 Jahre erhöht. Dabei lebten Weintrinker 2,5 Jahre länger als Biertrinker oder Konsumenten von Spirituosen. Gegenüber vollständigen Abstinenzlern betrug der Unterschied in der Lebenserwartung sogar fast 5 Jahre.
Die protektive Wirkung des maßvollen Alkoholkonsums ist nach der Analyse der Ernährungswissenschaftlerin in erster Linie auf eine geringere Sterberate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Sie hat sich bemüht, andere Erklärungen wie den sozioökonomischen Status oder Ernährungs- und Lebensgewohnheiten auszuschließen.
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