Berlin – Die Unionsfraktion im Bundestag plädiert angesichts der „besorgniserregenden“ Zahlen über Komasäufer für ein verschärftes Vorgehen gegen den Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen. Da sich die verantwortlichen Bundesministerien bislang nicht auf das Nationale Aktionsprogramm zur Alkoholprävention einigen konnten, sollten die Länder und Kommunen die in ihrem Verantwortungsbereich liegenden Maßnahmen nutzen, sagte die Unions-Drogenbeauftragte Maria Eichhorn (CSU) am Donnerstag in Berlin.
Entscheidend seien konsequente Kontrollen der geltenden gesetzlichen Festlegungen. Verbote von Flatrate-Partys wie in Niedersachsen und Baden-Württemberg und beschränkte Verkaufszeiten von Alkohol beispielsweise an Tankstellen hätten sich als „wirksames Mittel“ erwiesen und müssten noch häufiger als bisher ausgesprochen werden.
Auch mit Testkäufen durch Jugendliche gebe es in Niedersachsen gute Erfahrungen, sagte Eichhorn. 70 Prozent der Händler in Supermärkten, an Kiosken und Tankstellen hätten dabei unerlaubt Alkohol an Jugendliche abgegeben.
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