Berlin – Der jahrelange Trend zu sogenannten Wunschkaiserschnitten ist nach Ansicht von Experten gestoppt. Viele Frauen in Deutschland wünschten von sich aus wieder eine „normale“ Entbindung, erklärte Babett Ramsauer vom Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln am Donnerstag zur Eröffnung des Deutschen Kongresses für Geburtshilfe und Neugeborenenmedizin.
Auch in seltenen Situationen wie bei einer Beckenendlage sei dies in vielen Fällen durchaus möglich. Mittlerweile gebe es Anzeichen für ein „Revival der vaginalen Geburt“. Derzeit werden bis zu 30 Prozent der Schwangeren per Kaiserschnitt entbunden. Laut Statistischem Bundesamt brachten im Jahr 2007 bundesweit 195.000 Frauen ihr Kind auf diese Weise zur Welt, das waren 29,3 Prozent aller Geburten. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil erst bei 18,5 Prozent.
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