Experten sehen Trend zu Wunschkaiserschnitten gestoppt
Donnerstag, 7. Mai 2009
Berlin – Der jahrelange Trend zu sogenannten Wunschkaiserschnitten ist nach Ansicht von Experten gestoppt. Viele Frauen in Deutschland wünschten von sich aus wieder eine „normale“ Entbindung, erklärte Babett Ramsauer vom Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln am Donnerstag zur Eröffnung des Deutschen Kongresses für Geburtshilfe und Neugeborenenmedizin.
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Auch in seltenen Situationen wie bei einer Beckenendlage sei dies in vielen Fällen durchaus möglich. Mittlerweile gebe es Anzeichen für ein „Revival der vaginalen Geburt“. Derzeit werden bis zu 30 Prozent der Schwangeren per Kaiserschnitt entbunden. Laut Statistischem Bundesamt brachten im Jahr 2007 bundesweit 195.000 Frauen ihr Kind auf diese Weise zur Welt, das waren 29,3 Prozent aller Geburten. Zehn Jahre zuvor lag der Anteil erst bei 18,5 Prozent.
Zweifellos gebe es Schwangerschaften, bei denen ein Kaiserschnitt die beste Geburtsmethode sei, erklärte Ramsauer. Auf die möglichen Komplikationen der Schnittentbindung sowohl für die Mutter als auch für das Kind werde aber zu wenig hingewiesen. Nach einem geplanten Kaiserschnitt treten demnach vermehrt Anpassungsstörungen vor allem bei der Atmung des Neugeborenen auf.
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