New York City – Nicht steroidale Antiphlogistika (NSAID) sollten zur Therapie dauerhafter Schmerzen bei Senioren über 75 Jahre nach Möglichkeit vermieden werden. Diese Ansicht vertritt die American Geriatrics Society in einer neuen Leitlinie.
NSAID gehören zu den am häufigsten eingesetzten Schmerzmitteln und an ihrer Wirksamkeit bei älteren Menschen bestehen keine Zweifel. Viele ältere Menschen brauchen wegen dauerhafter Beschwerden des Bewegungsapparates, wegen Durchblutungsstörungen oder auch wegen Krebserkrankungen ein wirksames Schmerzmittel und NSAID gehören zur Stufe 1 des WHO-Stufenschemas. Viele Patienten dürften hier auch eine Selbstmedikation mit NSAID betreiben.
Die American Geriatrics Society rät dagegen, bei Patienten über 75 Jahren die Therapie mit schwachen Opioiden (Stufe 2 des WHO-Stufenschemas) zu beginnen, um die Risiken der NSAID zu vermeiden, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Dazu gehören neben den gastrointestinalen Komplikationen (Ulzera und lebensbedrohliche Blutungen) auch das unter der Einnahme einiger NSAID erhöhte Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
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