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Ärzte in Luxemburg lehnen neues Sterbehilfe-Gesetz ab

Freitag, 8. Mai 2009

Luxemburg – Luxemburgische Ärzte protestieren gegen das neue Sterbehilfe-Gesetz. Wie luxemburgische Medien am Donnerstagabend mitteilten, haben sechzehn Ärzte ihre Kollegen öffentlich aufgerufen, eine Petition gegen das umstrittene Gesetz zu unterzeichnen. Seit dem 17. März werden Ärzte, die aktive Sterbehilfe leisten, nicht mehr strafrechtlich verfolgt.

Die Verfasser des Aufrufs sprechen sich laut Berichten für eine qualitativ hochwertige Betreuung der Patienten und gegen Sterbehilfe aus. Die Mediziner müssten den Politikern zeigen, „worin die Aufgabe eines Arztes besteht und dass sich ethische Normen niemals einer politischen Orientierung unterordnen dürfen“, heißt es demnach in dem Aufruf.

Das luxemburgische Parlament hatte dem umstrittenen Gesetz kurz vor Weihnachten nach einer Marathondebatte mit knapper Mehrheit zugestimmt. 31 Abgeordnete votierten dafür und 26 dagegen; drei enthielten sich. Der Versuch von Euthanasiegegnern, mithilfe eines Bürgerbegehrens die Verfassungsänderung zu Fall zu bringen, scheiterte.

Nur 800 von 25.000 erforderlichen Unterschriften für ein Volksbegehren kamen zusammen. Luxemburg ist damit nach den Niederlanden und Belgien das dritte Land in der EU, das aktive Sterbehilfe von Ärzten nicht mehr bestraft. © kna/aerzteblatt.de

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