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Psoriasis: UVB-Bestrahlung als Heimtherapie sicher und wirksam

Freitag, 8. Mai 2009

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Utrecht – Obwohl Psoriasispatienten eine UVB-Phototherapie technisch ohne Probleme zuhause durchführen könnten, haben viele Dermatologen Vorbehalte gegen eine Heimtherapie. Diese hat sich in eine randomisierten Studien im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 338: b1542) jedoch als sicher und ebenso wirksam wie eine ambulante Bestrahlung in der Klinik erwiesen.

In einer Umfrage von Mayke Koek von der Universität Utrecht äußerten vor drei Jahren mehr als die Hälfte der niederländischen Dermatologen die Überzeugung, dass die Patienten nicht in der Lage wären die UVB-Phototherapie mit gleich gutem Ergebnis wie in der ärztlichen Praxis durchzuführen. Ein Drittel war sogar der Meinung, dass die Patienten die Risiken grundsätzlich unterschätzten und die Heimtherapie zu Verbrennungen, Hautkrebs und einer vorzeitige Alterung der Haut führen würde.

Koek blickt ein wenig neidisch auf den Nachbarn Deutschland, wo nach ihrer Recherche 3.000 Geräte verkauft wurden. Eine gemeinsame Erklärung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen und des Deutschen Psoriasis Bundes aus dem Jahr 1999 lässt allerdings vermuten, dass auch hierzulande viele Experten der Idee einer Heimtherapie reserviert gegenüberstehen.

Diese sollte nur Patienten angeboten werden, denen es nicht möglich ist, ein Therapiezentrum aufzusuchen, heißt es in der aktuellen Leitlinie. Außerdem werden „strenge Therapiekontrollen“ durch den behandelnden Dermatologen mit Erstellung eines Therapieplanes und die „regelmäßige Überwachung des Therapieverlaufes mit Kontrolle der vom Patienten vorzunehmenden Therapieaufzeichnungen“ verlangt. 

Die Einwände haben nach Ansicht der Utrechter Dermatologen zur Folge, dass die Heim-UVB-Phototherapie zu selten eingesetzt wird. Indiziert wäre sie bei allen Patienten, bei denen eine topische Behandlung allein nicht ausreicht. Für die regelmäßigen Bestrahlungstermine zwei oder dreimal in der Woche, dürfte vor allem berufstätigen Patienten die Zeit fehlen. 

In der „Psoriasis: Landelijk UVB Thuisbelichtings Onderzoek“ oder PLUTO-Studie wurde die Hälfte der 196 Patienten mit einem Gerät zur Heimtherapie (übrigens eines deutschen Herstellers) ausgestattet. Die anderen wurden zwei oder dreimal wöchentlich zur Bestrahlung in die Ambulanz der Klinik eingeladen.

Am Ende waren die Ergebnisse in beiden Gruppen gleich gut: Unter der ambulanten Therapie erreichten 73 Prozent das Behandlungsziel, das in einer 50-prozentigen Reduktion des PASI (psoriasis area and severity index) bestand. Unter der Heimtherapie waren es 70 Prozent und damit nicht wesentlich weniger. Die entsprechenden Werte für den SAPASI (self-administered PASI, also die Eigenbeurteilung der Patienten) waren 79 Prozent und 82 Prozent. 

Weder in der applizierten kumulativen Dosis noch in der Rate der Nebenwirkungen gab es signifikante Unterschiede, berichtet Koek. Nicht überraschend ist, dass die Patienten mit der Heimtherapie weitaus besser zufrieden waren als mit der ambulanten Therapie: 42 vs. 23 Prozent gaben die Bewertung „exzellent“ und 92 vs. 60 Prozent äußerten den Wunsch die Therapie fortzusetzen. In einer weiteren Publikation wollen die Utrechter Dermatologen jetzt die Kosteneffektivität der Heimtherapie belegen. © rme/aerzteblatt.de

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