München – Die Therapieplätze für junge Suchtkranke müssen nach Ansicht des Vorsitzenden der Suchtkommission der deutschen Kinder- und Jugendpsychiater, Rainer Thomasius, verdoppelt werden. Derzeit existierten hierzulande 200 Betten für „qualifizierte Entzugsbehandlung“, notwendig seien jedoch deutlich über 400, sagte der Hamburger Klinikprofessor dem Münchner Magazin „Focus“. Die neuen Zahlen zum Drogenkonsum unterstrichen diese Notwendigkeit.
Im Jahr 2007 kamen 23.165 unter 20-Jährige wegen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, mehr als doppelt so viele wie 2000. Eigene Behandlungsmethoden für sehr junge Menschen beinhalteten auch eine Art Schulbesuch, sagte Thomasius. Als weiteren Vorteil nannte der Mediziner, dass die Patienten nicht mit älteren Suchtkranken in Berührung kämen.
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