Berlin – Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich gegen die Forderung der Ärzteschaft ausgesprochen, eine Rangliste für Kassenleistungen zu erstellen und über die Liste einen „Gesundheitsrat“ entscheiden zu lassen.
Wenn die Ärztekammer Leistungskürzungen fordere und zugleich beklage, nur zugeteiltes Geld zu bekommen, dann sei klar, dass es den Ärzten nicht um Patienteninteressen, sondern um mehr Geld für sich selbst gehe, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, am Montag in Berlin.
Er verwies darauf, dass die Honorarsumme allein für die niedergelassenen Ärzte erst zu Jahresbeginn auf über 30 Milliarden Euro gestiegen sei. Die Ärzteschaft habe aber Probleme, diese Gelder angemessen zu verteilen. Lanz betonte ferner, mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss von Kassen und Ärzten gebe es eine gute und bewährte Institution, die über den Leistungskatalog in der GKV entscheide.
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