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Ausland

Mehr als 170.000 eingefrorene Embryonen in Frankreich

Dienstag, 12. Mai 2009

Paris – In Frankreich steigt die Zahl von sogenannten überzähligen Embryonen laut Presseberichten rapide an. Ende 2006 seien 176.523 bei der künstlichen Befruchtung entstandene Embryonen eingefroren gewesen, rund ein Viertel mehr als im Vorjahr, berichtete die Zeitung „Le Figaro“ am Dienstag unter Berufung auf die jüngsten vorhandenen Zahlen.

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Bei jedem Paar, das eine künstliche Befruchtung wünsche, würden bis zu zehn Embryonen eingefroren, um im Fall des Scheiterns der Einpflanzung neue Versuche unternehmen zu können, eine Schwangerschaft herbeizuführen. 

Von den eingefrorenen Embryonen würden allerdings knapp die Hälfte sicher nicht mehr für eine mögliche künstliche Befruchtung gebraucht. Die Paare hätten die Wahl, diese Embryonen für andere Paare freizugeben, sie zu Forschungszwecken zu spenden oder ihre Zerstörung zu verlangen. Mehr als die Hälfte aller Paare mache aber keine Angaben, was mit den Embryonen geschehen solle. Die Entscheidung werde damit den Befruchtungszentren überlassen. 

In Frankreich wird derzeit über eine Reform der Bioethik-Gesetze debattiert. Der Staatsrat hatte zuletzt empfohlen, die Forschung an menschlichen Embryonen und embryonalen Stammzellen unter strengen Bedingungen weiter zuzulassen. © kna/aerzteblatt.de

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