| Rudolf Henke /dpa |
Berlin – Nach der Bundesärztekammer fordert nun auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) eine „ehrliche Debatte über die schleichend eingetretene Rationierung medizinischer Leistungen“. Im Vorfeld der 115. Hauptversammlung der Ärztegewerkschaft betonte MB-Vorsitzender Rudolf Henke, dass eine entsprechende Debatte „nicht unter Verschluss bleiben kann, weil sie dem Bundesministerium für Gesundheit vor der Wahl nicht gefällt.“
Henke wies darauf hin, dass die medizinischen Möglichkeiten im Gesundheitswesen schneller wüchsen als die dafür bereitgestellten finanziellen Mittel. Eine offene Diskussion über die daraus resultierenden Leistungsbeschränkungen sei die Politik dem Bürger schuldig.
„Jeder Versicherte muss wissen, worauf er sich in der Gesetzlichen Krankenkasse verlassen kann und wofür er zusätzlich sorgen muss“ so der MB-Vorsitzende. So zu tun als gäbe es die schleichende Rationierung nicht, sei „scheinheilig und unehrlich“. Bei Kranken, die einen Arzt brauchen, käme keine Praxis mit einer „Flatrate“ von 15 Euro im Monat zurecht.
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