| dpa |
Waldems-Esch – Im ersten Quartal 2009 haben Deutschlands Ärzte knapp 5,5 Millionen erstattungspflichtige Fertigarzneimittel mehr verordnet als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Damit stieg die Verordnungsmenge um 3,3 Prozent auf 173,5 Millionen Packungen.
Diese Zahlen veröffentlichte der IT-Dienstleister Insight Health Mitte Mai. Dabei waren besonders Erkältungsmedikamente stark gefragt: Mittel gegen Husten und Erkältung (plus 12,2 Prozent), Antibiotika (plus 8,3 Prozent) und Schnupfenmittel (plus 7,9 Prozent) legten überdurchschnittlich zu, während Impfstoffe (minus 28,2 Prozent) oder Herztherapeutika (minus 7,7 Prozent) dagegen einen Verordnungsrückgang verzeichneten.
Ganz lupenrein sei der Quartalsvergleich jedoch nicht, da das erste Quartal 2009 über mehr Arbeitstage als das Vergleichsquartal des Vorjahrs verfügte. Laut Insight Health waren darauf allein 1,5 Prozent und damit nahezu die Hälfte der Mehrverordnungen zurückzuführen. Ebenfalls ließen die Zahlen keinen unmittelbaren Rückschluss auf die Entwicklung der Arzneimittelkosten der gesetzlichen Krankenversicherung zu. © hil/aerzteblatt.de
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