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NRW-Justizministerin fordert mehr Professionalität bei Leichenschau

Freitag, 15. Mai 2009

Düsseldorf – Wegen der hohen Zahl unerkannter Tötungsfälle hat Nordrhein-Westfalens Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) eine professionellere ärztliche Leichenschau gefordert. Nach Schätzungen von Rechtsmedizinern würden jährlich in mindestens 1.200 Fällen während der Leichenschau Anzeichen für Tötungsdelikte wie Mord und Totschlag übersehen, mahnte Müller-Piepenkötter bei der Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin am Freitag in Düsseldorf.

Die Ministerin fügte hinzu, sie könne „nicht einfach hinnehmen, dass es Tötungsverbrechen gibt, die allein schon deshalb ungesühnt bleiben, weil sie aufgrund eines falsch ausgestellten Totenscheins gar nicht erst bekannt und mit der Beerdigung des Toten auch die Beweise begraben werden“.

Unter Leitung Nordrhein-Westfalens entwickele derzeit eine Projektgruppe aus Vertretern von Justiz-, Innen- und Gesundheitsministerien mehrerer Länder zusammen mit der Kultusministerkonferenz und dem Statistischen Bundesamt ein Konzept zur Verbesserung der Leichenschau. Müller-Piepenkötter äußerte sich zuversichtlich, dass die Projektgruppe ihre Empfehlungen noch in diesem Jahr vorlegen werde. © afp/aerzteblatt.de

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adonis
am Montag, 18. Mai 2009, 07:54

Nicht dumm schwätzen, sondern mit Fakten rüber kommen.

Das gilt für Frau Politikerin und das gilt auch für die Herren Rechtsmediziner. Wie wäre es denn die Leichenschau in Staatliche Hände zu geben. Das hatte ich mit dem Bayerischen Innenministerium diskutiert: Resultat: Kein Interesse, da es zu teuer sei. Faktum: Qualität( falls sie wirklich besser sein sollte, was ich bezweifle) sei da wohl den finanziellen Aspekten untergeordnet.
An die lieben Rechtsmediziner: Kommt mal mit Zahlen rüber und nicht nur mit "nach Schätzung von Rechtsmedizinern".
ûbrigens: Ist der Hausbesuch bei Leichenschauen wieder berechenbar. Ein deutsches Hühnerzüchtergericht hatte ja entschieden, dass der Hausbesuch nicht berechenbar sei, da eine Leiche nicht beraten werden könne. Allerdings muss ich diesen höchst intelligenten Richtern sagen: Bisher hatte keine Leiche einen Praxistermin gebucht, bzw kam in meine Praxis für eine Leichenschau.
frusti
am Samstag, 16. Mai 2009, 06:57

achja, obduktionsquote ist auch noch was

.
frusti
am Samstag, 16. Mai 2009, 06:57

achja, obduktionsquote ist auch noch was

.
frusti
am Samstag, 16. Mai 2009, 06:56

dann bezahlen sie mal die leichenschau

entsprechend....die goä dazu ist ja lächerlich. und sorgen sie dafür, das der notarzt, der die leichenschau macht, keine schlechtes gefühl hat, weil er der einzige notarzt für ein riesengebiet ist
polmu
am Freitag, 15. Mai 2009, 21:59

Ja ist denn jetzt schon ...

Saure-Gurken-Zeit für die Medien?
Dieses Problem ist doch seit Jahren bekannt und wurde von der Politik bereits nachhaltig durch systematische Kürzung der Finanzen für ordentliche Leichenschauen "gelöst".

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