| Jörg-Dietrich Hoppe /Gebhardt |
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| Klaus Theo Schröder /Gebhardt |
Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Klaus Theo Schröder widersprach Hoppes Darstellungen zur Lage im Gesundheitswesen. Es gebe kein Problem der heimlichen Rationierung. Die Versorgungsdichte sei sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich hoch, versicherte Schröder, der in Vertretung für Ulla Schmidt (SPD) nach Mainz gekommen war. Die Bundesgesundheitsministerin war zu einem Treffen der Weltgesundheitsorganisation zum Thema Schweinegrippe nach Genf gereist.
Eine Absage erteilte Schröder dem Vorschlag, die Praxisgebühr zu erhöhen. Der vom Marburger Bund vorgeschlagene Gesundheits-Riester kommt für den Staatssekretär ebenfalls nicht infrage. „Dann liefen wir wirklich Gefahr in diesem Land eine Debatte über Zweiklassenmedizin führen zu müssen“, so Schröder.
Zur Honorarreform der niedergelassenen Ärzte erklärte Schröder, sie habe das System transparenter gemacht. Schwachpunkte würden jetzt deutlich. Zwar gebe es Verwerfungen, doch der Prozess müsse nun weitergestaltet werden. Ausdrücklich betonte er die Rolle der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung. Wer die Rolle der KVen infrage stellen, müsse auch sagen, wer diese Aufgabe stattdessen übernehmen solle.
| Kurt Beck /Gebhardt |
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) lehnte in seiner Rede die von Hoppe ins Spiel gebrachte Priorisierung ab – trotz des begrenzten Budgets. „Ich finde, Rationierung ist im Zusammenhang mit Gesundheit wirklich ein furchtbares Wort“, betonte er.
Beck sieht andere Stellschrauben im System. So kann er sich vorstellen, langfristig mehr Geld für die medizinische Versorgung auszugeben, etwa aus Steuermitteln. Außerdem plädierte er für weitere Zusammenschlüsse von Krankenkassen.
Der 112. Deutsche Ärztetag findet noch bis zum 22. Mai statt. Schwerpunktthemen sind: Patientenrechte in Zeiten der Rationierung, die ärztliche Freiberuflichkeit und die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung. An der Eröffnungsveranstaltung nahmen rund 1.200 Gäste und Delegierte teil. © BH/aerzteblatt.de
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