Amsterdam – Ein Internetzugang und eine handelsübliche Digitalkamera, über welche die meisten Hausärzte verfügen dürften, kann nach den Ergebnissen einer randomisierten Studien in den Archives of Dermatology (2009; 145: 558-564) vielen Patienten eine Überweisung an einen Dermatologen ersparen.
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Dermatologen können viele Diagnosen durch einen kurz Blick auf die Haut stellen, was die Patienten immer wieder verblüfft und einige auch verärgert, die lange Zeit im Wartezimmer auf die Konsultation gewartet haben, nachdem sie womöglich (in abgelegenen Regionen) weite Wege zur Facharztpraxis zurückgelegt haben. Wege und Wartezeit lassen sich durch eine „teledermatologische“ Konsultation vermeiden, berichten Nina Eminovic von der Universität Amsterdam und Mitarbeiter.
In ihrer Studie wurden 312 Patienten, bei denen die Hausärzte keine Diagnose wagten, nicht (sofort) zum Dermatologen geschickt. Die Hausärzte fertigten zunächst mehrere Bilder mit einer konventionellen Digitalkamera (2 Mio. Pixel) mit Makroeinstellung an, die sie zusammen mit Angaben zu Patienten und Vorgeschichte über eine sichere Website an einen Dermatologen schickten. Vereinbart war, dass der Facharzt innerhalb von 48 Stunden entscheiden sollte, ob ein Facharztbesuch notwendig ist oder ob (und wie) der Patienten vom Hausarzt behandelt werden kann. In der Vergleichsgruppe wurden 293 Patienten gleich zum Dermatologen geschickt.
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