Bremen – Jährlich erkranken in Bremen und Bremerhafen 1.250 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren an einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), die im Regelfall durch schweres Rauchen verursacht wird. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) jetzt mit. Die KVBH hat anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai entsprechende Diagnosen der vergangenen vier Jahre ausgewertet.
„Wenn Bilder von schwarzen Lungen nicht mehr abschrecken und gute Ratschläge ungehört bleiben, müssen Verbote energischer durchgesetzt werden“, fordert KVHB-Vorstandsvorsitzender Till Spiro eine strengere Auslegung des Jugendschutzgesetzes. Trotz Verkaufverbots hätten viele Kinder und Jugendliche offensichtlich Zugang zu Rauchwaren.
Insgesamt stellten Vertragsärzte in Bremen und Bremerhaven in den vergangenen vier Jahren rund 34.000-mal die Erstdiagnose COPD. Menschen über 60 Jahre gehören zwar nach wie vor zur Hauptrisikogruppe (14.245 Neuerkrankungen), mit insgesamt 5.016 Diagnosen seien jedoch seit 2005 mehr Kinder und Jugendliche erkrankt als 20- bis 39-Jährige (3.975). © hil/aerzteblatt.de
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