Peking – Chinesische Wissenschaftler haben die Ursache der kongenitalen generalisierten Hypertrichiosis terminalis (CGHT) gefunden. Die Behaarung des gesamten Körpers ist einer Studie im American Journal of Human Genetics (2009; doi:10.1016/j.ajhg.2009.04.018) zufolge auf Genvarianten auf dem Chromosom 17 zurückzuführen.
In früheren Zeiten wurden Menschen mit CGHT an Fürstenhöfen herumgereicht und im Zirkus Schaulustigen vorgeführt, heute findet man sie als Eintrag im Guiness Buch der Rekorde. Kulturwissenschaftler vermuten in ihnen eine Quelle für Werwolfmythen in der Bevölkerung, doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine autosomal-dominante vererbte Variante.
Sie ist extrem selten, vielleicht weil die Betroffenen zwar die Neugierde der Mitmenschen wecken, die Haarpracht aber nicht unbedingt die Chancen auf einen Lebenspartner und Nachwuchs erhöht.
Zu den Ausnahmen zählen drei Familien von Han-Chinesen, die Xue Zhang von der Universität Peking und Mitarbeiter zusammen mit einem sporadisch aufgetretenen Fall untersuchen konnte. Unter den Patienten befindet sich auch ein von der chinesischen Presse publik gemachter Fall.
zum Thema |
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.