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Montag, 25. Mai 2009
MVZ als Versorgungsform zunehmend etabliert

Berlin – Medizinische Versorgungszentren (MVZ) haben sich als Versorgungsform etabliert. Im Vergleich zu den Praxen führen sie jedoch immer noch ein Nischendasein. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Montag in Berlin vorgestellt hat.

So gab es im dritten Quartal 2008 1.152 MVZ. Dem gegenüber stehen 80.000 zugelassene Praxen. Die KBV hatte im Rahmen einer Studie die strategische Positionierung Medizinischer Versorgungszentren untersucht. Demnach erfreuten sich MVZ im ersten Halbjahr 2008 besonders in Bayern, Berlin und Niedersachsen sowie in urbanen Zentren wachsender Beliebtheit.

„In Ballungsräumen können MVZ eine gute Ergänzung zur ambulanten Versorgung in den Praxen darstellen. Im ländlichen Raum sind sie hingegen eine Chance, um die medizinische Grundversorgung der Menschen zu gewährleisten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Köhler.

Bundesweit werden durchschnittlich 70 MVZ pro Quartal gegründet. Während das von Krankenhäusern gegründete MVZ in den neuen Bundesländern dominiert, ist in Westdeutschland das vertragsarztgeführte Zentrum vorherrschend. Die häufigste Gesellschaftsform ist laut Studie die GmbH. Dementsprechend könnte laut Einschätzung der Autoren zukünftig dem von einer Managementgesellschaft betriebenen vertragsärztlichen MVZ eine größere Bedeutung zukommen.

„Hier liegt auch eine Gefahr, MVZ vorrangig als Geschäfts- und nicht als Versorgungsmodell zu sehen“, warnte Köhler. Gewinnorientierte Kapitalgesellschaften als MVZ-Eigner könnten versuchen, aus wirtschaftlichen Gründen direkten Einfluss auf die ärztliche Tätigkeit zu nehmen. „Dem muss der Gesetzgeber vorbeugen“, forderte der KBV-Vorsitzende. Unabhängig davon, ob Ärzte als selbstständige Vertragsärzte oder angestellt arbeiten, seien sie Angehörige eines freien Berufs. © hil/aerzteblatt.de

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adonis am Dienstag, 26. Mai 2009, 08:17
Konditionen mal veröffentlichen!!!
Unter dem Gesichtspunkt der Transparenz wäre es sinnvoll, wenn die KV auch mal unterschiedliche Konditionen zu den anderen Möglichkeiten wie Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis, Praxisgemeinschaft veröffentlichen würde. Durch die Budgetierungen sind ganz unterschiedliche wirtschaftliche Modelle entstanden, die z.B. dazugeführt hatten, dass Einzelpraxen an der untersten Stufe der Vergütung landeten. Hier wäre es Aufgabe der KV klar Transparenz zu schaffen, damit besonders junge Kollegen sich überlegen können, wo sie ihr Geld investieren wollen.
Ich würde mal spekulieren: MVZ sind der grosse Renner, weil sie besser als die anderen Formen gestellt sind. Also wäre an der grossen Erfolgmeldung wieder mal nicht so viel dran. Und die Kollegen, welche noch in anderen Formen praktizieren, sollten sich überlegen, ob sie von der KV wirklich vertreten werden. Aber im Hose runterlassen waren die KVen nie gut.
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