Politik

Kritik an neuen Heimprüfungen

Montag, 25. Mai 2009

Berlin – Der neue Pflegeheim-Test, der ab Juni erstmals die Qualität aller Heime und ambulanten Dienste überprüfen soll, stößt bei Experten und Gesundheitspolitikern auf Kritik. Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) sprach in der neuen Ausgabe des „Spiegel“ von „reiner Volksverdummung“. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte: „Nach den Tests werden wir genauso schlau sein wie vorher.“ 

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste verteidigte das Vorhaben. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) habe acht Jahre lang mit den Pflegekassen, den Lobbyverbänden der Pflegeheime und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung diskutiert, sagte Geschäftsführer Herbert Mauel. Sie habe „das Beste aus der Situation gemacht“.

In erster Linie stört viele Fachleute, dass selbst schlechte Heime passabel abschneiden würden. Die Tester könnten zwar Schulnoten von Eins bis Fünf verteilen. Zentrale Mängel könnten durch gute Leistungen in weniger wichtigen Bereichen aber kompensiert werden, kritisieren Experten.

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Null Punkte für unbehandelte Druckgeschwüre könnten etwa mit zehn Punkten für Erste-Hilfe-Kurse oder eine exzellente Pflegedokumentation ausgeglichen werden. „Der Skandal ist, dass damit die wahren Zustände in einem Heim nicht aufgedeckt, sondern geschickt verschleiert werden“, sagte die Leitende Ärztin des Medizinischen Dienstes Rheinland-Pfalz, Ursula Weibler-Villalobos, dem Magazin. © afp/aerzteblatt.de

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