| dpa |
Berlin – Anlässlich des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai sprechen sich verschiedene Institutionen für schockierende Bilder auf Tabakverpackungen aus. „Rauchen ist erwiesenermaßen lebensgefährlich und deshalb kann man nicht drastisch genug vor den Folgen des Tabakkonsums warnen“, erklärte Bundesärztekammer (BÄK)-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe.
Tabakkonsum ist laut BÄK für ein Drittel aller Arten von Krebserkrankungen verantwortlich, er verursacht Herzinfarkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Wir dürfen nicht nachlassen, vor dem Krankmacher Tabak zu warnen“, so der Ärztepräsident.
Auf eine weitere Folge des Zigarettenkonsums weist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hin. „Mit jedem Zug an einer Zigarette löst sich auch ein Teil der Mundgesundheit in blauem Dunst auf", warnt BZÄK-Vizepräsident Dietmar Oesterreich. Mehr als zwei Drittel aller Patienten (70 Prozent), die an einer schweren Parodontitis litten, seien Raucher. „Es wäre eigentlich überfällig, dass die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen um einen Hinweis ,Rauchen macht zahnlos' erweitert werden“, fordert Oesterreich deshalb.
Obwohl textliche Warnhinweise wirken, ist sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing sicher: „Bildliche Warnhinweise wirken noch besser.“ Das belege unter anderem ein Ende Mai vom Deutschen Krebsforschungszentrum vorgestellter Report. „Bildgestützte Warnhinweise informieren mit jedem Griff zur Zigarette unmissverständlich über die bestehenden Gefahren, machen so das Rauchen unattraktiv und zeigen auf der Verpackung die wahre Werbebotschaft: Rauchen ist tödlich“, so Sabine Bätzing. © hil/aerzteblatt.de
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