| dpa |
Paris – Zum Schutz gegen die Schweinegrippe muss nach Einschätzung einer französischen Expertin die gesamte Weltbevölkerung geimpft werden. „Wir haben es mit einem neuen Virus zu tun“, sagte die Wissenschaftlerin Sylvie van der Werf vom Pariser Pasteur-Institut der Tageszeitung „Le Figaro“ vom Donnerstag.
Grippeviren veränderten sich ständig, und auch das Schweinegrippevirus A (H1N1) könne virulenter und ansteckender werden. „Ich denke nicht eine Sekunde daran, dass die Ausbreitung aufhört und dieses neue Virus wie von Zauberhand verschwindet“, sagte die Spezialistin. „Es wird darauf hinauslaufen, dass wir alle impfen, im Norden wie im Süden, in den reichen Staaten wie in den Entwicklungsländern.“
Je schneller dies geschehe, desto besser wäre es „in Anbetracht der gegenwärtigen Entwicklung“, betonte van der Werf. Bis ein Impfstoff zur Verfügung stehe, werde es vier bis sechs Monate dauern. Da es ein neues Serum sei, müsse dieses auch erst klinisch getestet werden, um die Wirkung nachzuweisen und Nebenwirkungen auszuschließen.
Das Schweinegrippevirus hat sich mittlerweile rund um den Globus verbreitet; weltweit sind knapp 20.000 Menschen in 66 Ländern damit infiziert. Der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge starben mindestens 117 Menschen an der Schweinegrippe. Die Organisation warnte am Dienstag, dass die Ausrufung der höchsten Pandemie-Alarmstufe näher rücke. © afp/aerzteblatt.de
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