| Jörg-Dietrich Hoppe /dpa |
Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) spricht sich gegen ein europaweites Transplantationsgesetz aus. „Der Richtlinienentwurf der europäischen Kommission für eine behördenlastige, europaweite Regelung zur Qualitätssicherung der Organtransplantation ist vielleicht gut gemeint, aber eine Überschätzung der eigenen Kompetenzen“, sagte BÄK-Präsident Jörg Dietrich Hoppe anlässlich des Tages der Organspende am Freitag in Berlin. Er warnte davor, die eingespielten Strukturen in Deutschland zu gefährden und das funktionierende transplantationsmedizinische System infrage zu stellen.
Nach einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind die Organspenderzahlen im ersten Quartal 2009 wieder gestiegen. 17 Prozent aller Deutschen besitzen laut BZgA einen Organspendeausweis, fast jeder zweite hat schon einmal daran gedacht, sich einen Ausweis zu besorgen. „Diese positive Entwicklung zeigt, dass Aufklärung wirkt“, warb Hoppe dafür, die Bürger weiterhin intensiv für das Thema zu sensibilisieren.
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Im Rahmen der Aufklärungsarbeit spielen Ärzte eine wichtige Rolle: Laut BzGA-Umfrage sehen drei Viertel aller Bürger die Mediziner als wichtigsten Gesprächspartner zum Thema Organspende. © hil/aerzteblatt.de
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