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Freitag, 5. Juni 2009
BÄK lehnt europaweites Transplantationsgesetz ab

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) spricht sich gegen ein europa­weites Trans­plantations­gesetz aus. „Der Richt­linien­entwurf der europäischen Kommission für eine behördenlastige, europaweite Regelung zur Qualitäts­sicherung der Organ­transplantation ist vielleicht gut gemeint, aber eine Überschätzung der eigenen Kompetenzen“, sagte BÄK-Präsident Jörg Dietrich Hoppe anlässlich des Tages der Organspende am Freitag in Berlin. Er warnte davor, die eingespielten Strukturen in Deutschland zu gefährden und das funktionierende transplantations­medizinische System infrage zu stellen.

Nach einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind die Organspenderzahlen im ersten Quartal 2009 wieder gestiegen. 17 Prozent aller Deutschen besitzen laut BZgA einen Organspendeausweis, fast jeder zweite hat schon einmal daran gedacht, sich einen Ausweis zu besorgen. „Diese positive Entwicklung zeigt, dass Aufklärung wirkt“, warb Hoppe dafür, die Bürger weiterhin intensiv für das Thema zu sensibilisieren.

Auch der Marburger Bund (MB) macht sich für flächendeckende Informationskampagnen stark. Die Entscheidung für einen Organspendeausweis sei eine Entscheidung für das eigene Leben und das vieler anderer Menschen“, so die Ärztegewerkschaft.

Im Rahmen der Aufklärungsarbeit spielen Ärzte eine wichtige Rolle: Laut BzGA-Umfrage sehen drei Viertel aller Bürger die Mediziner als wichtigsten Gesprächspartner zum Thema Organspende. © hil/aerzteblatt.de

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