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Politik

Kardinal Lehmann fordert sensibleren Umgang mit der Ärzteschaft

Freitag, 5. Juni 2009

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Wiesbaden – Der Mainzer Bischof Kardinal Lehmann hat davor gewarnt, das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten weiter zu strapazieren. Zu viele gesetzliche Verordnungen seien unangebracht. „Wenn dieses Verhältnis nicht mehr besteht, nutzen uns alle Gesetze nichts mehr“, erklärte Lehmann auf dem Zweiten Hessischen Heilberufetag in Wiesbaden.

Angesichts der Probleme des Gesundheitswesen und des schwindenden Interesses junger Menschen am Arztberuf forderte Lehmann Politiker und Gesellschaft auf, sensibler mit der Ärzteschaft umzugehen. In diesem Zusammenhang kritisierte die Diskussionsrunde auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Sie hatte anlässlich des Deutschen Ärztetages die Priorisierungs-Vorschläge des Präsidenten der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, kritisiert.

Mit Blick auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise äußerte Lehmann die Hoffnung auf ein gesellschaftliches Umdenken. Dazu gehöre, dass der verantwortungsbewusste Umgang mit den knappen Ressourcen in den Mittelpunkt rücke. „Wenn wir meinen, wir müssten wieder zu unseren alten Gewohnheiten zurückkehren, haben wir nichts aus der Krise gelernt“, mahnte der Kardinal. © hil/aerzteblatt.de 

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