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Frühchen leiden oft unter Aufmerksamkeitsstörungen

Freitag, 5. Juni 2009

Bochum – Kinder, die zu früh geboren werden, haben häufig noch im Alter von sechs Jahren Aufmerksamkeitsprobleme und kognitive Defizite. Das ist das Ergebnis einer Studie der Ruhr-Universität Bochum (RUB).

In Deutschland werden nach Angaben der RUB jedes Jahr rund 50.000 Kinder vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche geboren. „Das bedeutet ein Risiko für die physische und psychische Entwicklung eines Kindes“, sagt Nina Gawehn, die die Studie im Rahmen ihrer Dissertation vorgenommen hat.

Demnach haben Frühgeborene im Vergleich zu Reifgeborenen einen verminderten allgemeinen kognitiven Entwicklungsstand. Besonders schlecht schnitten laut Studie Kinder ab, die vor der 28. Woche geboren wurden.

Bei ihnen zeigten sich auch mehr soziale Verhaltensprobleme. Zudem litten Frühgeborene im Vergleich zu den Reifgeborenen im Vorschulalter deutlich häufiger unter einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit/ohne Hyperaktivität (ADHS und ADS).

Deshalb empfiehlt Gawehn, Frühgeborene mit Aufmerksamkeitsstörungen spezifisch und individuell zu fördern und die gestörten Teilaspekte zu fokussieren. „Eine zusätzliche Untersuchung ehemaliger Frühgeborener vor der Einschulung könnte als Ergänzung zu den Nachuntersuchungen Frühgeborener mit Hilfe entwicklungsdiagnostischer Verfahren nützlich sein“, so Gawehn. © hil/aerzteblatt.de

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