San Francisco – Nicht bei allen Menschen kommt es im Alter zu einem geistigen Verfall. Körperliche Aktivität, soziale Kontakte, vor allem aber ein hohes Bildungsniveau könnten nach den Ergebnissen einer prospektiven Beobachtungsstudie in Neurology (2009; 72: 2029-2035) helfen, die kognitive Kompetenz bis ins hohe Alter zu erhalten.
Die Health ABC Study begleitet eine Gruppe von 2.500 Menschen, die zu Beginn der Studie zwischen 70 und 79 Jahre alt und geistig fit waren. Acht Jahre später weist jeder sechste Teilnehmer inzwischen Defizite im Modified Mini-Mental State Examination (MMSE), dem Standardtest für Demenzen auf. Doch weitere 30 Prozent haben ihre geistige Beweglichkeit erhalten.
Alexandra Fiocco von der Universität San Francisco glaubt in einer Multivariat-Analyse die Gründe dafür gefunden zu haben. Senioren, die zu Beginn der Studie noch in der Lage waren, anspruchsvolle Texte zu verstehen („ninth grade literacy“ oder höher) hatten fast 5-fach seltener eine Demenz entwickelt (OR 4,85). Auch Highschoolabsolventen (OR 2,75) waren diesem Schicksal häufiger entgangen, ebenso Nichtraucher (OR 1,84) sowie US-Amerikaner weißer Hautfarbe (OR 1,72).
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