| dpa |
Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben im ersten Quartal nach Angaben von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) Überschüsse von rund einer Milliarde Euro erwirtschaftet. Der Gesundheitsfonds sei solide finanziert, sagte Schmidt der „Passauer Neuen Presse“ vom Donnerstag. Der GKV-Spitzenverband warnte, über das ganze Jahr gesehen sei wegen der Wirtschaftskrise weiterhin mit Milliardenausfällen zu rechnen.
Schmidt sagte, der Gesundheitsfonds sei so bestückt, dass es fast keine Versicherung geben werde, die Zusatzbeiträge erheben müsse. Sie erwarte „echte Anstrengungen von allen Kassen, statt Gejammer und dem voreiligen Ruf nach weiterer staatlicher Alimentierung.“ Grundsätzlich sei die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherungen abgesichert, da der Staat die Ausfälle in jedem Fall mit zinslosen Darlehen ausgleiche.
Der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, erklärte in Berlin, ein gutes erstes Quartal heiße nicht automatisch ein gutes Jahresergebnis. Konjunkturprobleme wirkten sich zeitverzögert auf die Sozialversicherungen aus.
„Deshalb dürfen wir uns durch die positiven Zahlen für den Zeitraum Januar bis März nicht davon ablenken lassen, dass die Konjunkturkrise mit Sicherheit deutliche Auswirkungen auf die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung hat.“
aerzteblatt.de |
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