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Krankenkassen erwirtschaften im ersten Quartal Milliardenüberschuss

Donnerstag, 11. Juni 2009

Berlin – Die gesetzlichen Kranken­kassen (GKV) haben im ersten Quartal nach Angaben von Bundes­gesundheits­ministerin Ulla Schmidt (SPD) Über­schüsse von rund einer Milliarde Euro erwirtschaftet. Der Gesundheits­fonds sei solide finanziert, sagte Schmidt der „Passauer Neuen Presse“ vom Donnerstag. Der GKV-Spitzenverband warnte, über das ganze Jahr gesehen sei wegen der Wirtschaftskrise weiterhin mit Milliarden­ausfällen zu rechnen.

Schmidt sagte, der Gesundheitsfonds sei so bestückt, dass es fast keine Versicherung geben werde, die Zusatzbeiträge erheben müsse. Sie erwarte „echte Anstrengungen von allen Kassen, statt Gejammer und dem voreiligen Ruf nach weiterer staatlicher Alimentierung.“ Grundsätzlich sei die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherungen abgesichert, da der Staat die Ausfälle in jedem Fall mit zinslosen Darlehen ausgleiche.

Der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, erklärte in Berlin, ein gutes erstes Quartal heiße nicht automatisch ein gutes Jahresergebnis. Konjunkturprobleme wirkten sich zeitverzögert auf die Sozialversicherungen aus.
 
„Deshalb dürfen wir uns durch die positiven Zahlen für den Zeitraum Januar bis März nicht davon ablenken lassen, dass die Konjunkturkrise mit Sicherheit deutliche Auswirkungen auf die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung hat.“

Lanz zufolge ändert das gute erste Quartal nichts an der gemeinsamen Schätzung von Bundesgesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt und GKV-Spitzenverband, wonach dem Gesundheitsfonds in diesem Jahr bei den Einnahmen krisenbedingt rund drei Milliarden Euro fehlen werden. Schmidt sagte: „Die Prognosen für den schlimmsten Fall sehen krisenbedingte Beitragsausfälle für den Gesundheitsfonds von bis zu drei Milliarden Euro in diesem Jahr vor.“

Der GKV-Spitzenverband hatte Milliardenhilfen verlangt, um Beitragsausfälle infolge der Wirtschaftskrise auszugleichen. Dies hatte Schmidt am Dienstag strikt zurückgewiesen. © afp/aerzteblatt.de

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polmu
am Donnerstag, 11. Juni 2009, 21:09

Gewinne vs Verluste

Die nahezu gleichzeitig erscheinenden, höchst gegensätzlichen Meldungen zu den angeblichen Gewinnen und Verlusten der Krankenkassen zeigen: Die Politik und ihre Erfüllungsgehilfen, die Körperschaften des öffentlichen Rechts, d.h. die KK, tun vor allem eines: Sie (salva venia) verarschen uns nach Strich und Faden!

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