Washington – US-Präsident Barack Obama ist seinem Ziel einer umfassenden Gesundheitsreform einen Schritt näher gekommen. In seiner wöchentlichen Ansprache kündigte er am Samstag an, im Haushalt weitere Einsparmöglichkeiten in Milliardenhöhe gefunden zu haben, um die Reform finanzieren zu können.
Er könne Sparmöglichkeiten von 313 Milliarden Dollar (rund 223 Milliarden Euro) im Rahmen der bestehenden Gesundheitsprogramme ankündigen, sagte Obama. Unnötige Ausgaben würden begrenzt, die Effizienz erhöht und die Qualität der Versorgung gewährleistet. Insgesamt stünden damit nun fast 950 Milliarden Dollar bereit, um die Kosten der Gesundheitsreform über die nächsten zehn Jahre auszugleichen.
Ziel der Gesundheitsreform, einem zentralen Wahlkampfversprechen Obamas, ist es, allen Amerikanern eine bezahlbare Krankenversicherung zu ermöglichen und die exorbitanten Kosten des US-Gesundheitswesens zu senken. Derzeit haben rund 46 Millionen US-Bürger, also etwa ein Sechstel der Bevölkerung, keine Krankenversicherung.
Obama will die Gesundheitsreform bis Ende des Jahres unter Dach und Fach bringen. Eines der größten Hindernisse war bislang die Finanzierbarkeit; die Kosten der Reform werden auf bis zu tausend Milliarden Dollar geschätzt. Das US-Haushaltsdefizit, unter anderem wegen der Finanzkrise bereits auf Rekordniveau, soll deswegen nicht weiter wachsen. © afp/aerzteblatt.de
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