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Polen: Volksinitiative gegen künstliche Befruchtung nimmt Hürde

Dienstag, 16. Juni 2009

Warschau – In Polen muss das Parlament auf Antrag eines katholischen Bürgerkomitees über ein Verbot der künstlichen Befruchtung beraten. Das von mehreren Bischöfen unterstützte Komitee „Contra In Vitro“ übergab am Montag in Warschau der Parlamentskanzlei 160.000 Unterschriften für eine entsprechende Volksinitiative.

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Ein Gesetzentwurf des Bürgerkomitees sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren für jeden vor, der die Methode bei Frauen anwendet. Außerdem werden Freiheitsstrafen von 5 bis 25 Jahren für Experimente und den Handel mit Embryonen gefordert. 

Bislang ist die In-vitro-Fertilisation in Polen nicht gesetzlich geregelt und daher uneingeschränkt erlaubt. Überlegungen der konservativ-liberalen Regierung, verheirateten Frauen künftig eine künstliche Befruchtung über die Krankenkasse zu finanzieren, hatte die katholische Kirche scharf kritisiert.

Für die Volksinitiative waren 100.000 Unterschriften nötig. Einen Volksentscheid können die Bürger nicht durchsetzen. Die Initiative wird auch vom Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jozef Michalik von Przemysl, unterstützt. Die Unterschriftensammlung erfolgte vor allem durch katholische Laienorganisationen.

Die Regierungskoalition plant seit längerem ein Gesetz zur Regelung der künstlichen Befruchtung, konnte sich aber bislang nicht auf einen Gesetzentwurf einigen. © kna/aerzteblatt.de

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