Baltimore – Jede zehnte Gichterkrankung ist vermutlich die Folge von Mutationen im Gen für ein neu entdecktes Transportmolekül für Harnsäure in der Niere. Dies geht aus einer Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS (2009; doi: 10.1073/pnas.0901249106) hervor.
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Im letzten Jahr waren in einer genomweiten Assoziationsstudie mehrere Genvarianten (SNP) entdeckt worden, die mit erhöhten Harnsäurekonzentrationen im Blut einhergingen. Die SNPs befanden sich auf dem ABCG2-Gen auf dem Chromosom 4, dessen genaue Funktion jetzt die Gruppe um Michael Köttgen von der Johns Hopkins Universität in Baltimore geklärt hat.
Das ABCG2-Gen kodiert demnach einen Transporter, der in den proximalen Nierentubuli Harnsäure ausscheidet. Die SNP rs2231142, die im letzten Jahr gefunden wurde, vermindert die Leistung des Transporters um etwa die Hälfte, wie die Forscher jetzt In-vitro an Zellen von gentechnisch modifizierten Froscheiern zeigen.
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