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DRGs verschlechtern nicht die Qualität

Freitag, 26. Juni 2009

Hannover – Die Fallpauschalen zur Vergütung von Behandlungs- und Pflegeleistungen im Krankenhaus, so genannte Diagnosis Related Groups (DRG), führen nicht zu Versorgungsproblemen und Qualitätsverlusten. Das hat das Zentrum für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (ZQ) in einer repräsentativen Studie ermittelt.

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Das DRG-System verleite weder dazu, nur lukrative Behandlungsfälle aufzunehmen, noch Patienten im Sinne einer kürzeren Verweildauer zu früh zu entlassen, so das ZQ.

Gleichzeitig zeigt die Expertise auf, wie unterschiedlich Betroffene die stationäre Behandlungsqualität seit DRG-Einführung einschätzen: Während mehr als 80 Prozent der Patienten sich „gut bis hervorragend“ versorgt fühlen und 97 Prozent der Klinikleitungen von einer „zumindest gleichbleibenden, wenn nicht sogar verbesserten Qualität“ sprechen, sind Ärzte und Pflegekräfte der Studie zufolge weniger euphorisch.

Nur 51 Prozent der Mediziner und 63 Prozent des Pflegepersonals vergeben gute bis sehr gute Qualitätsnoten. Am wenigsten zufrieden mit der Behandlungsqualität zeigen sich die niedergelassenen, einweisenden Ärzte: Sie setzen laut Studie frühe Entlassungstermine vielfach mit schlechter Qualität gleich.

Die Studie lässt aber auch erkennen, dass viele Häuser ein zeitgemäßes Versorgungsmanagement umsetzen. „Viele Kliniken haben vorbildliche Konzepte entwickelt“, so Projektleiterin Brigitte Sens. Die Studie habe eindeutig belegt, dass Behandlungsqualität oder -defizite nicht das Ergebnis von Vergütungssystemen, sondern Ausdruck guter beziehungsweise weniger optimaler Strukturen und Prozesse seien. © hil/aerzteblatt.de

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perichter
am Dienstag, 30. Juni 2009, 19:10

Studienglaube ?

Ich bin gespannt, ob irgendwann mal jemand die Frage beantwortet, was denn besser geworden sei durch DRG. Das halte ich doch für eine wesentliche Aussage. Mit "beantworten" meine ich selbstverständlich durch belegbare, allgemeinzugängliche Daten, nicht durch Politikergeschwätz oder gekaufte Meinungen.

Im Artikel gemachte Aussagen deuchten mir nicht glaubhaft und überdies halte ich die Fragen für sinnlos. Wieso sollten denn im Gesundheitswesen abhängig Angestellte bitte Noten vergeben, die irgendetwas mit der Realität zu tun haben? Positive wie negative, macht man die eigenen Arbeit schlecht? Verhält sich illoyal = Kündigungsgrund? Wieso sollten die Player im Gesundheitswesen (Krankenhäuser) irgendwelche Qualitätsschwächen zugeben? Wieso sollte man von Patienten erwarten, daß sie Behandlung nach tagesgleichem Satz und nach DRG vergleichen können sollten?

Aufhorchen lassen sollten die Aussage der niedergelassenen Ärzte, die mit dem Ergebnis dessen, weshalb sie einen Patienten eingewiesen haben, weniger zufrieden sind - schließlich stehen sie nicht im DRG-System. Realiter tragen sie die Last dessen, was im Krankenhaus nicht mehr passiert - und murren deshalb.

Einzig der Zwang, Strukturen und Prozesse zu optimieren, ist mit DRG größer geworden. Fragt sich nur, was da jeweils außer den Erlösen optimiert wurde.

Also, auf solche "Expertisen" sollte man verzichten - und weils doch auch schön teuer war, Regress anmelden.
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