Ich bin gespannt, ob irgendwann mal jemand die Frage beantwortet, was denn besser geworden sei durch DRG. Das halte ich doch für eine wesentliche Aussage. Mit "beantworten" meine ich selbstverständlich durch belegbare, allgemeinzugängliche Daten, nicht durch Politikergeschwätz oder gekaufte Meinungen.
Im Artikel gemachte Aussagen deuchten mir nicht glaubhaft und überdies halte ich die Fragen für sinnlos. Wieso sollten denn im Gesundheitswesen abhängig Angestellte bitte Noten vergeben, die irgendetwas mit der Realität zu tun haben? Positive wie negative, macht man die eigenen Arbeit schlecht? Verhält sich illoyal = Kündigungsgrund? Wieso sollten die Player im Gesundheitswesen (Krankenhäuser) irgendwelche Qualitätsschwächen zugeben? Wieso sollte man von Patienten erwarten, daß sie Behandlung nach tagesgleichem Satz und nach DRG vergleichen können sollten?
Aufhorchen lassen sollten die Aussage der niedergelassenen Ärzte, die mit dem Ergebnis dessen, weshalb sie einen Patienten eingewiesen haben, weniger zufrieden sind - schließlich stehen sie nicht im DRG-System. Realiter tragen sie die Last dessen, was im Krankenhaus nicht mehr passiert - und murren deshalb.
Einzig der Zwang, Strukturen und Prozesse zu optimieren, ist mit DRG größer geworden. Fragt sich nur, was da jeweils außer den Erlösen optimiert wurde.
Also, auf solche "Expertisen" sollte man verzichten - und weils doch auch schön teuer war, Regress anmelden.

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