| Ingo Kailuweit /dpa |
Hannover – Der Chef der gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, hat angesichts der Wirtschaftskrise vor einer „Kostenexplosion“ im Gesundheitswesen gewarnt. Kailuweit sagte am Freitag in Hannover, es sei in diesem Jahr mit der größten Kostensteigerung im Gesundheitswesen seit Beginn der 90er-Jahre zu rechnen. So seien steigende Kosten in Höhe von acht Prozent je Mitglied „nicht unrealistisch“. Im ersten Quartal 2009 seien die Leistungsausgaben bei der KKH-Allianz bereits um diesen Prozentsatz gewachsen.
Der Grund für diese Entwicklung ist nach Kailuweits Ansicht die „milliardenschwere Unterstützung von Ärzten und anderen Leistungserbringern“ durch die Politik. Kailuweit forderte, einen weiteren Anstieg der Ausgaben zu verhindern. Denkbar seien dafür etwa „kostendeckende Krankenversicherungsbeiträge für Arbeitslose und Empfänger des Arbeitslosengeldes II sowie die Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf Medikamente“.
Die KKH-Allianz ist nach eigenen Angaben die viertgrößte bundesweite Krankenkasse. Sie will zum 1. Juli mit der Metro Kaufhof BKK fusionieren. © ddp/aerzteblatt.de
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