Montag, 29. Juni 2009
Insulinanalogon Glargin unter Krebsverdacht
Köln – Wenn Patienten mit Diabetes anstelle von Humaninsulin das langwirksame Analoginsulin Glargin (Lantus®) verwenden, erhöht dies möglicherweise das Risiko, an Krebs zu erkranken. Das berichten Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zusammen mit Mitarbeitern des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Insgesamt haben sich nach Einschätzung des IQWiG jetzt die Hinweise auf ein Risiko durch Glargin so weit verdichtet, dass sich aus Gründen der Vorsorge eine Umkehrung der Beweislast ergibt: Solange nicht verlässliche Studien die Sicherheit von Glargin im Vergleich zu Humaninsulin belegen, sollte das Medikament nur dann eingesetzt werden, wenn es besonders wichtige Gründe gibt. „Dringend weitere Analysen, um den möglichen Zusammenhang zwischen lang wirksamen Analoginsulinen und Krebsentstehung aufzuklären“, fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Patienten mit Typ-II-Diabetes sollten jedoch auf keinen Fall ihre Insulingaben verändern, sondern das Gespräch mit ihrem Arzt suchen. © hil/aerzteblatt.de Um Nachrichten kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden. malledoc am Montag, 29. Juni 2009, 17:33
Olle Kamellen
Bereits im Arzneimittel-telegramm 12-2000 wird von möglicher Kanzerogenität des Glargin-Insulin berichtet. Im Heft 3/2004 wird erneut dauf hingewiesen.
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