Göttingen/Frankfurt – Regelmäßige körperliche Bewegung hilft Menschen mit Herzschwäche oft besser als die Einnahme von Medikamenten. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Medizinern der Universitätsklinik Göttingen. Für die Untersuchung erhielten die Forscher jetzt den Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung, wie die Hochschule mitteilte.
Bei der Studie absolvierten Patienten mit sogenannter diastolischer Herzinsuffizienz über drei Monate ein regelmäßiges kombiniertes Ausdauer- und Krafttraining. Anschließend diagnostizierten die Mediziner bei den Probanden eine Verbesserung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit um 20 bis 30 Prozent. „Die Studie hat gezeigt, dass körperliches Training ein gutes Mittel sein kann, um den Symptomen der diastolischen Herzschwäche zu begegnen und die Erkrankung nicht nur aufzuhalten, sondern auch zu bessern“, sagte Studienleiter Frank Edelmann.
Die diastolische Herzinsuffizienz betrifft den Angaben zufolge rund jeden zweiten der schätzungsweise 1,4 Millionen Deutschen mit chronischer Herzschwäche. Ursache der Erkrankung ist eine Störung der Dehnbarkeit der linken Herzkammer. Obwohl das Herz normal pumpt, wird es nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut aus der Lunge gefüllt, um dieses in den Körperkreislauf weiterzuleiten. Dadurch kommt es zu Wassereinlagerungen in Beinen und Lunge, Atemnot sowie langfristig einer Einschränkung von Lebensqualität und Lebenserwartung. © ddp/aerzteblatt.de
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