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Liverpool – Die Hintergründe einer alkoholinduzierten Pankreatitis sind offenbar ergründet. Eine internationale Arbeitsgruppe unter Federführung der Universität in Liverpool konnte nun die genauen Pathomechanismen aufzeigen. Die Forscher publizieren im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences (doi:10.1073/­pnas.0904818106). Eine Pankreatitis kann zu verheerenden Zuständen führen, bei denen die Pankreas sich selbst und das umliegende Gewebe verdaut. Alkohol kann diesen Vorgang durch Interaktion mit Fettsäuren verstärken.
Dadurch kommt es zu einer exzessiven Freisetzung von gespeicherten Kalziumionen, was wiederum zur Aktivierung pankreatischer Enzyme führt. „Eine intrazelluläre Aktivierung führt in der Pankreas zur Selbstverdauuung, was zu erheblichen Schäden und sogar zum Tode führen kann“, erklärt Ole Petersen von der Universität zu Liverpool: „Zwar ist seit Längerem bekannt, dass Alkohol den Prozess verstärkt, jedoch waren die Gründe hierfür unklar.“
In Zusammenarbeit mit dem japanischen Forschungszentrum Riken konnten die britischen Forscher nun Kanäle mit Speicherfähigkeit ausmachen, die den Einstrom von Kalziumionen in das Zellplasma ermöglichen. Sie fanden zudem heraus, dass die toxische Freisetzung von Kalziumionen durch das Ausschalten eines bestimmten Gens signifikant reduziert werden kann.
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