Brüssel – Die Vertretungen der französischen, spanischen und italienischen Ärzteschaft sind zum 1. Juli aus dem Ständigen Ausschuss der Europäischen Ärzte (CPME) ausgetreten. Offiziell heißt es, Unstimmigkeiten über eine Neugewichtung des Stimmrechts zwischen den 30 Mitgliedsorganisationen des CPME hätten zu dem Austritt geführt. Beim CPME besitzt jedes Land eine Stimme, um über politische, finanzielle oder Satzungsfragen zu entscheiden.
Insbesondere die Franzosen hatten gefordert, das Stimmrecht abhängig von der Größe der Länder neu zu gewichten. Gespräche über einen Kompromiss, zuletzt im Juni, waren allesamt gescheitert, bestätigt die Generalsekretärin des CPME, Lisette Tiddens-Engwirda. Ziel des CPME ist es, die Interessen der europäischen Ärzteschaft bei sozial- und gesundheitspolitischen Initiativen und Gesetzgebungsverfahren in Brüssel zu vertreten.
Zum 1. Januar nächsten Jahres könnten die Ärzteorganisationen Portugals und Sloweniens den drei Südländern folgen. Sie hatten im Dezember letzten Jahres angekündigt den CPME bei einem Austritt von Frankreich, Spanien und Italien ebenfalls zu verlassen.
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