Boston – Patienten mit zystischer Fibrose laufen Gefahr, unter einer Aminoglykosidtherapie Schäden des Hörnervs zu erleiden. Hierauf weisen Wissenschaftler des Children's Hospital Boston in einer aktuellen Publikation hin. Diese erscheint im Fachblatt „Otolaryngology-Head and Neck Surgery“ (2009; 141: 86-90).
In den USA leiden derzeit etwa 30.000 Menschen unter Mukoviszidose. Weltweit sind es schätzungsweise 70.000 Menschen. Patienten, die an dieser Erkrankung leiden, sind besonders anfällig für Infekte der Atemwege und des sinonasalen Systems. Häufig kommen Aminoglykoside zum Einsatz, weil sie als besonders effektiv gelten. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem ototoxische Effekte.
Die Wissenschaftler untersuchten die Krankenakten der Mikoviszidosepatienten am Children's Hospital Boston aus einem Zeitraum von 13 Jahren. Sie stellten fest, dass in 14 Prozent der Fälle sensorineurale Hörverluste auftraten.
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