Politik

Bundestag lehnt Ausweitung von Lebend-Organspenden ab

Freitag, 3. Juli 2009

Berlin – Der Bundestag hat sich gegen eine Ausweitung der Möglichkeiten zur Organspende ausgesprochen. Das Parlament lehnte in der Nacht zum Freitag einen Antrag ab, mit dem die FDP unter anderem Lebendspenden von Organen erleichtern wollte. Dazu wollten die Liberalen die Nachrangigkeit der Lebendspende gegenüber der postmortalen Spende aufheben.

Zudem strebten sie eine Erweiterung des Kreises der zulässigen Spender an. So sollen künftig Ehepaare, die untereinander eine Blutgruppenunverträglichkeit haben, über Kreuz einem anderen Paar spenden dürfen. Die FDP bemängelte in diesem Zusammenhang unnötige Vorschriften im Transplantationsgesetz von 1997. 

Die Zahl der Organspenden in Deutschland ging im vorigen Jahr deutlich zurück. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten bundesweit 1.198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Schwerkranke. Das sind 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr. © kna/aerzteblatt.de

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adonis
am Mittwoch, 8. Juli 2009, 10:15

Ich spende nur

Hoden und mein Gehirn. Aber bestimmt nicht zur Lebenszeit. Grins
frusti
am Montag, 6. Juli 2009, 06:26

Und denen soll ich mein organ anvertrauen?

Never. kenne selber das High uregent getrickse der TX typen
jetfriend
am Sonntag, 5. Juli 2009, 15:20

Offensichtlich ist meine Mail zensiert worden

Lieber Herr Kollege,

nach 15 jahren an der Uni habe ich meinen Spenderausweis vernichtet. warum?


ein paar Fragen zum Nachdenken:

Anteil der PP, besonders bei den extrarenalen parenchymatösen Organen im Verhältnis zur gesamt-PP zahl un dzur Zahl der PP mit diesen Diagnosen?

VIP kriegt 2 herzen kurz hintereinander. Während das zweite sicher in völlig okay war, lag wahrscheinlich auf dem ersten kein Segen......(dies ist nicht ironisch gemeint mit dem ersten und zweiten Herzen und der Reihung des Segens

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=26557181&top=SPIEGEL

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=26495801&top=SPIEGEL

Dr. Helmut Weber
am Samstag, 4. Juli 2009, 15:18

Organtransplantation: Die Lösung ist eindeutig die Widerspruchslösung!


Wir hätten das Problem bei den Organtransplantationen nicht, wenn endlich die schon vor vielen Jahren von den Gesundheitsministern diskutierte und dann aber leider "Dank" der Kirchen verworfene Widerspruchslösung eingeführt würde. Damit wären grundsätzlich Organentnahmen möglich, wenn Verstorbene einer Organentnahme nicht zu Lebzeiten widersprochen haben oder die Angehörigen einer Organentnahme widersprechen.

Für diese Lösung muss endlich der notwendige Druck aus der Ärzteschaft kommen!

Es wundert mich, dass sich sogar die CSU für diese Lösung ausspricht,
weil die Menschenleben rettende Widerspruchslösung gerade von den Kirchen abgelehnt wird. Vorgeblich widerspricht "die altruistische Würde der Organspendepflicht". Was soll das mit dem Pflichtgerede? Es ist eine moralisch-ethische Ehre, wenn ein Toter einem anderen Menschen helfen kann, am Leben zu bleiben.

Wie unmenschlich gehen die Kirchen mit den Lebenden eigentlich um? Ich meine dabei nicht nur diejenigen, die wegen nicht vorhandener Organe sterben, sondern die unzähligen Tabak- und die Alkohltoten etc., zu denen die Kirchen unfassbar schweigen. Wer so unglaubwürdig ist und sich nicht stringent für das Leben einsetzt, sollte keine Gelegenheit mehr bekommen, die Politik bei diesem Thema durch Beratung zu beeinflussen!
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