| dpa |
Berlin – Der Bundestag hat sich gegen eine Ausweitung der Möglichkeiten zur Organspende ausgesprochen. Das Parlament lehnte in der Nacht zum Freitag einen Antrag ab, mit dem die FDP unter anderem Lebendspenden von Organen erleichtern wollte. Dazu wollten die Liberalen die Nachrangigkeit der Lebendspende gegenüber der postmortalen Spende aufheben.
Zudem strebten sie eine Erweiterung des Kreises der zulässigen Spender an. So sollen künftig Ehepaare, die untereinander eine Blutgruppenunverträglichkeit haben, über Kreuz einem anderen Paar spenden dürfen. Die FDP bemängelte in diesem Zusammenhang unnötige Vorschriften im Transplantationsgesetz von 1997.
Die Zahl der Organspenden in Deutschland ging im vorigen Jahr deutlich zurück. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation spendeten bundesweit 1.198 Menschen nach ihrem Tod ihre Organe für Schwerkranke. Das sind 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr. © kna/aerzteblatt.de
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