| dpa |
Berlin – Jede fünfte deutsche Klinik ist wirtschaftlich gesehen ernsthaft krank. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die die Daten von 263 Kliniken mit jeweils mindestens 300 Betten ausgewertet hat. Demnach müssen sich überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft (29,8 Prozent) und Krankenhäuser in den alten Bundesländern (25 Prozent) mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen.
Für die Studie wurden für jedes Krankenhaus Indikatoren wie Umsatzrentabilität, Bettenauslastung, Material- und Personalaufwandsquote oder Anlagenabnutzungsgrad erfasst und mit dem Branchenschnitt verglichen.
Das Ergebnis: Rund 18 Prozent der Krankenhäuser liegen in allen Bereichen mindestens im Durchschnitt oder sogar besser als ihre Wettbewerber. Die meisten Krankenhäuser in Deutschland (60,8 Prozent) sind der Studie zufolge zwar vergleichsweise gut aufgestellt, liegen aber bei einigen Indikatoren deutlich unter dem Durchschnitt.
„Für viele Häuser besteht vor allem im Personalbereich noch Verbesserungspotenzial“, erklärt Volker Penter, Partner und Leiter des Bereichs Health Care bei KPMG. Dabei ginge es häufig nicht darum, weiter Stellen abzubauen, sondern in erster Linie, qualifiziertes Personal effizienter einzusetzen.
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