| dpa |
Hamburg – Hamburgs Partner im Gesundheitswesen wollen den bundesweit ersten sektorübergreifenden Maßnahmenpool zur Erfassung, Verhinderung und Behandlung von Dekubitalgeschwüren einrichten. Ziel ist, die Versorgung älterer Menschen in Hamburg weiter zu verbessern.
Anlass für die Initiative sind Ergebnisse einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), für die Wissenschaftler im vergangenen Jahr 8.518 Verstorbene ab dem 60. Lebensjahr auf die Merkmale Dekubitus, Unterernährung, Zahnstatus, Endoprothesen und Herzschrittmacher hin untersucht haben. „Die von der Rechtsmedizin ermittelten Daten haben gezeigt, dass Handlungsbedarf im Pflegebereich besteht“, sagt Jens Stappenbeck, Geschäftsführer der Hamburgischen Pflegegesellschaft.
Dementsprechend soll das Auftreten von Dekubitalgeschwüren künftig sektorübergreifend dokumentiert und ausgewertet werden. Durch die datengestützte Qualitätssicherung erwarten die Initiatoren, dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt wird. Zudem soll die Fachexpertise von Wundmanagern strukturiert allen Patienten zugänglich gemacht werden.
„Der Maßnahmenpool wird direkte Hilfsangebote unterbreiten, damit die richtigen Behandlungsmethoden eingeleitet werden können“, so Stappenbeck. Damit werde man das Problem in den Griff bekommen und die Lebensqualität alter Menschen nachhaltig verbessern. © hil/aerzteblatt.de
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