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Politik

Rheinland-Pfalz für bessere Versorgung von Heimbewohnern

Freitag, 10. Juli 2009

Mainz – Mit einer Initiative im Bundesrat will das Land Rheinland-Pfalz erreichen, dass auf Sozialhilfe angewiesene Heimbewohner besser mit Medikamenten und Brillen versorgt werden. Trotz Belastungsgrenzen komme es durch die gegenwärtigen Regelungen vor allem für behinderte und pflegebedürftige Menschen zu Härten, erklärt die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer.

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Denn mit dem Barbetrag zur persönlichen Verfügung müssen die Betroffenen nach Angaben der Ministerin neben den Bedürfnissen des täglichen Lebens auch noch die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Sehhilfen finanzieren. Das führe in einigen Fällen sogar dazu, dass die Menschen auf die notwendige Nutzung dieser Medikamente und Sehhilfen verzichteten.

„Das schränkt die Teilhabe dieser Menschen empfindlich ein; eine Situation, die in einem Sozialstaat nicht hingenommen werden darf“, sagt Dreyer. Der rheinland-pfälzische Gesetzesantrag sehe daher vor, dass Menschen, die den Barbetrag bekommen, nicht verschreibungspflichtige Medikamente und Sehhilfen kostenlos erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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Dieter
am Montag, 13. Juli 2009, 04:40

Immer wenn er Pillen nahm ...

‚Glosse‘
Rosenmontag in Mainz an 365 Tagen im Jahr? total sozial!
Wer hätte gedacht, dass Menschen die ohnehin faktisch NICHTS haben um Kleinigkeiten für sich zu finanzieren, die keinerlei selbstbestimmte Teilhabe mehr am Konsum in einem auf Konsum fixierten Land realisieren können, nun schon bald - wohl dann also wahrscheinlich pünktlich in der übernächsten Legislaturperiode - nicht mehr halbblind und untherapiert durch die Lande laufen müssen? Bravo! Eine fette Ladung "sozial" im Ländle!
Nun gut: Fordern kann man es ja mal! Ist ohnehin wenig los im Sommerloch, außer dass Minister wegen professioneller Politstümperei abtreten müssen und der OB einer Landeshauptstadt im öffentlichen Bild schon jetzt extrem tief durchhängt aber gerade durch Erreichen des 63. Lebensjahres seine Alterspfründe erfolgreich sichern kann und wohl erst dann über Rücktritt nachzudenken geneigt scheint. Die "Mainzer Wohnbau" wird ohnehin ihre gut kaschierte Pleite einfach durch Anhebung der Mieten deren sozialgebundener Wohnungen wieder mehr oder weniger erfolgreich unter dem Tisch zu halten versuchen. Da sprudeln die Kassen, wohnen dort ohnehin gerade u.a. die, die nun rundgelutschtes Paracetamol und die selbstgeflickte Brille vom Uropa bekommen sollen.
Gerade wenn der "Stern der roten Socken" (eine Cuvée wie bei Rotkäppchen) nun auch für diejenigen schon sinkt, die dem Mainzer Klüngel, laut Medien ärger denn das Pendant in Köln, noch die Stange gehalten haben, sind solche basalen Heilsversprechen eine gelungene PR zu der jeder nickt. Dass Rheinland-Pfalz als zwischenzeitlich, so konnte man mal lesen, ärmstes Altbundesland ohnehin weitestgehend abgewirtschaftet habe, die Landeshauptstadt die drittärmste Stadt im Pisaland sei, muss man ja niemandem auf die Nase binden. Da Rheinland-Pfalz das Bundesland der Innovation und der Rüben ist, die niemand mehr braucht: Wie wäre es, wenn man zuzahlungspflichtige Medikamente in Indien billig „Porto zahlt Empfänger“ einkauft und gebrauchte Sehgestänge wieder aus Afrika repatriiert? Für die gut eine viertel Milliarde Euro, die man in Mainz gerade mal so schnell in der allertiefsten Provinz für den Nürburgring in den Sand gesetzt hat, könnte man allen Bedürftigen auf Lebenszeit goldige Brillen und den Gewinnern der Armutslotterie dann gar einen ausgewachsenen Kurzaufenthalt im Seniorenstift in Polen oder Mallorca finanzieren. Wenn Ärzte ihren Beruf so stümperhaft ausüben würden wie manche politischen Laiendarsteller ihren wäre der Aufschrei groß. Da wird einem beim tagtäglichen dauerschunkeln selbst völlig nüchtern ja schon ganz schön schwindelig. Am Aschermittwoch ist ja alles vorbei. Helau!
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