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Ärzteschaft

Kammer Hessen unterstützt suchtkranke Ärzte

Dienstag, 14. Juli 2009

Frankfurt – Anlässlich des kürzlich ausgestrahlten Beitrags „Halbgötter in Not“ der ZDF-Sendereihe „37 Grad“ verweist die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) auf ihre Unterstützungsangebote für suchtkranke Mitglieder. Die LÄKH beschäftigt nach eigenen Angaben einen Suchtbeauftragten für Kammermitglieder. Er soll Ärzten dabei helfen, sich aus der Sucht zu befreien und gleichzeitig die Sicherheit von Patienten gewährleisten.

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„Dass einige Kollegen versuchen, ihre Überforderung mit Suchtmitteln zu überspielen, führt zu einem Teufelskreis, in dem auch die Patientensicherheit in Gefahr gerät“, sagt LÄKH-Suchtbeauftragter Mark Sigmund Drexler. Mehr als 70 betroffene Ärzte hätten sich in den vergangenen eineinhalb Jahren an ihn und seinen Stellvertreter gewandt. Drexler betont, dass die LÄKH keine Therapien für die Betroffenen anbietet, sondern diese berät und geeignete Behandlungsmöglichkeiten für sie organisiert. Verschwiegenheit sei dabei selbstverständlich.

„Durch eine frühe Behandlung, die den Kreislauf von Schuldgefühlen, Scham und Versteckenspielen beendet, kann der Entzug der Approbation in der Regel vermieden werden“, weiß der Suchtbeauftragte aus Erfahrung.

Darüber hinaus bietet die LÄKH auch Fortbildungsangeboten zum Thema „Burnout bei Ärzten“. Damit reagiert die Kammer auf eine Zunahme von Erschöpfungszuständen, die sie als eine Ursache für Suchtprobleme von Ärzten ausgemacht hat. © hil/aerzteblatt.de

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