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DGB warnt vor Doping am Arbeitsplatz

Dienstag, 14. Juli 2009

Dortmund – Ursache für den vergleichsweise niedrigen Krankenstand ist nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die Angst der Arbeitnehmer um ihren Job. „Aus der Sorge heraus, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, schleppen sich die Beschäftigten sogar krank zur Arbeit“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ vom Dienstag. Die Zahlen würden zeigen, dass die Leistungsschraube für die Arbeitnehmer in der Finanz- und Wirtschaftskrise heftig angezogen werde.

Viele Arbeitnehmer würden zu leistungssteigernden Mitteln greifen, „um dem wachsenden Stress vermeintlich gewachsen zu sein – mit langfristig fatalen gesundheitlichen Folgen“, warnte Buntenbach. „Doping am Arbeitsplatz und verschleppte Krankheiten“ würden massive finanzielle Folgekosten für die Unternehmen und die Sozialsysteme bedeuten.

„Die Antwort auf die Krise darf nicht heißen: weitere Verdichtung von Arbeit und mehr Druck am Arbeitsplatz“, forderte die DGB-Arbeitsexpertin. Eine derartige Strategie habe bereits in den 90er-Jahren zu einem rapiden Anstieg langfristiger psychischer Erkrankungen beigetragen.

Die Arbeitgeberseite sieht einen anderen Grund für den niedrigen Krankenstand: „Zum einen haben körperlich belastende Tätigkeiten an Bedeutung verloren. Zum anderen betreiben immer mehr Unternehmen eine aktive und systematische betriebliche Gesundheitsförderung“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der Zeitung. Auch „der erfolgreiche Arbeitsschutz“ wirke sich positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus. © afp/aerzteblatt.de

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