Dortmund – Ursache für den vergleichsweise niedrigen Krankenstand ist nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) die Angst der Arbeitnehmer um ihren Job. „Aus der Sorge heraus, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, schleppen sich die Beschäftigten sogar krank zur Arbeit“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ vom Dienstag. Die Zahlen würden zeigen, dass die Leistungsschraube für die Arbeitnehmer in der Finanz- und Wirtschaftskrise heftig angezogen werde.
Viele Arbeitnehmer würden zu leistungssteigernden Mitteln greifen, „um dem wachsenden Stress vermeintlich gewachsen zu sein – mit langfristig fatalen gesundheitlichen Folgen“, warnte Buntenbach. „Doping am Arbeitsplatz und verschleppte Krankheiten“ würden massive finanzielle Folgekosten für die Unternehmen und die Sozialsysteme bedeuten.
aerzteblatt.de |
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