Ratiopharm-Affäre: Ärzte wehren sich gegen Vorverurteilung
Mittwoch, 15. Juli 2009
Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) setzt sich für eine zügige Aufklärung des Sachverhaltes in der „Ratiopharm-Affäre“ ein, wehrt sich aber gegen eine Vorverurteilung der Ärzteschaft. Laut ÄKWL sollen Außendienstmitarbeiter des Pharmaherstellers angeblich bundesweit Ärzte mit Geld oder Sachleistungen bestochen haben, damit diese Medikamente von Ratiopharm verordnen. Auch Ärzte in Westfalen-Lippe sollen nach dem gegenwärtigen Sachstand betroffen sein.
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„Ich wehre mich gegen die Kakophonie von Vorverurteilungen und Vorurteilen“, sagte ÄKWL-Präsident Theodor Windhorst. Es sei ein beliebtes und immer wiederkehrendes Vorgehen, Ärzte als bestechlich oder raffgierig hinzustellen. Aber so lange es keine endgültigen Erkenntnisse gebe, gelte die Unschuldsvermutung. „Und so lange stelle ich mich auch eindeutig vor die Ärzte in Westfalen-Lippe“, so Windhorst.
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