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Portland – Die in mehreren retrospektiven Studien beschriebene Assoziation zwischen der Therapie mit dem Insulinanalogon Glargin (Lantus®) und vermehrten Krebserkrankungen wird von einer Expertengruppe als „inkonsistent und nicht schlüssig“ eingestuft.
Die vier am 26. Juni in Diabetologica publizierten Studien haben in den letzten zweieinhalb Wochen eine Flut von Stellungnahmen ausgelöst. Die Fachgesellschaften hoben methodologische Schwächen der Studien hervor und rieten unisono von klinischen Konsequenzen ab, auch wenn das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen zu sein scheint: Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat eine Sicherheitsprüfung eingeleitet, deren Ergebnis vermutlich erst in einigen Monaten vorliegen wird.
Der Hersteller hatte relativ kurzfristig am 29. Juni eine Gruppe von Experten in Paris zu einer Konferenz eingeladen, die jetzt ihre Stellungnahme veröffentlicht haben. Die Gruppe um Matthew Riddle von der Oregon Health Sciences University in Portland vertritt ebenfalls die Ansicht, dass die Ergebnisse der retrospektiven Studien derzeit keinerlei Änderung beim Einsatz von lang wirkenden Insulinanaloga rechtfertigen.
Die Experten sehen jedoch durchaus einen weiteren Klärungsbedarf. Er ergibt sich aus der Tatsache, dass Insulin „mitogene Eigenschaften“ hat, die potenziell das Wachstum von Tumoren verursachen oder fördern könnten. Vor diesem Hintergrund eines biologisch plausiblen Zusammenhangs sollten die Daten erneut ausgewertet werden, fordern die Experten.
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