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Neurologen lehnen „TIA-Units“ ab

Donnerstag, 16. Juli 2009

Berlin – Eigene Abteilungen für Patienten mit transitorischen ischämischen Attacken (TIAs) machen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) keinen Sinn. „In den bestehenden Stroke Units sind TIA-Patienten bereits optimal versorgt“, erklärte die Gesellschaft am Donnerstag.

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Eine TIA äußert sich durch Ausfallerscheinungen wie Halbseitenlähmungen, Hautsinnesstörungen, Seh- oder Sprachstörungen, die jedoch meist nur Minuten anhalten. Allerdings besteht in den Tagen nach einer Attacke ein besonders hohes Risiko, einen Schlaganfall mit bleibenden Folgen zu erleiden.

Hintergrund der DGN-Stellungnahme ist die Eröffnung einer „TIA-Unit“ Anfang Juli in Hamburg. Diese besondere Einheit als Teil einer Stroke-Unit soll ausschließlich Patienten behandeln, die eine TIA erlitten haben.

„Eine Diversifizierung der Behandlungseinheiten für Patienten mit TIA und Schlaganfall macht wenig Sinn“, sagt Otto Busse, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Geschäftsführer der DGN. Schon seit Mitte der 90er-Jahre, als die Stroke-Units in Deutschland etabliert wurden, sei es selbstverständlich gewesen, dass TIA-Patienten wegen des Frührezidivrisikos überwachungspflichtig sind und auf eine Stroke Unit gehören. 

Es gelte, erneute Symptome und Komplikationen durch die Überwachung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. „Wir haben die Stroke Unit immer auch als eine so genannte Präventivstation für TIA-Patienten betrachtet“, so Busse. Insofern erübrigten sich eigenständige „TIA-Units“. © hil/aerzteblatt.de

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