Berlin – Eigene Abteilungen für Patienten mit transitorischen ischämischen Attacken (TIAs) machen nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) keinen Sinn. „In den bestehenden Stroke Units sind TIA-Patienten bereits optimal versorgt“, erklärte die Gesellschaft am Donnerstag.
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Eine TIA äußert sich durch Ausfallerscheinungen wie Halbseitenlähmungen, Hautsinnesstörungen, Seh- oder Sprachstörungen, die jedoch meist nur Minuten anhalten. Allerdings besteht in den Tagen nach einer Attacke ein besonders hohes Risiko, einen Schlaganfall mit bleibenden Folgen zu erleiden.
Hintergrund der DGN-Stellungnahme ist die Eröffnung einer „TIA-Unit“ Anfang Juli in Hamburg. Diese besondere Einheit als Teil einer Stroke-Unit soll ausschließlich Patienten behandeln, die eine TIA erlitten haben.
„Eine Diversifizierung der Behandlungseinheiten für Patienten mit TIA und Schlaganfall macht wenig Sinn“, sagt Otto Busse, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und Geschäftsführer der DGN. Schon seit Mitte der 90er-Jahre, als die Stroke-Units in Deutschland etabliert wurden, sei es selbstverständlich gewesen, dass TIA-Patienten wegen des Frührezidivrisikos überwachungspflichtig sind und auf eine Stroke Unit gehören.
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