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Kommunen besorgt über Alkoholkonsum Jugendlicher

Donnerstag, 16. Juli 2009

Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) haben dazu aufgerufen, auf kommunaler Ebene mehr gegen Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen zu unternehmen.

Notwendig sei in den Kommunen eine Kooperation aller Akteure von der Verwaltung bis zu Vereinen, Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen, dem Einzelhandel und Gaststätten, erklärten Bätzing und DStGB-Geschäftsführer Gerd Landsberg am Donnerstag in Berlin. 

Bätzing und Landsberg sprachen sich für eine dauerhafte Unterstützung von lokalen Präventionspartnerschaften durch die Krankenkassen aus. Dies sei angesichts der enormen Folgekosten für das Gesundheitssystem sinnvoll.

Die Drogenbeauftragte und der DStGB-Geschäftsführer forderten zudem, strikt auf die Altersgrenzen bei der Abgabe von Alkohol an Jugendliche zu achten. Diese tränken nicht zuletzt wegen der Preise weniger in Gaststätten oder Diskotheken, sondern beschafften sich den Alkohol vorab und tränken ihn zum Beispiel vor dem Diskobesuch zu Hause.

Der Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen hat laut Bätzing und DStGB „dramatische Ausmaße“. Ein Fünftel der 12- bis 17-Jährigen praktiziert nach bereits im Frühjahr veröffentlichten Zahlen „exzessives Rauschtrinken“.

Im Jahr 2007 seien mehr als 23.000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert worden, im Jahr 2000 seien es noch 9.500 gewesen. Der Einstieg in den Alkoholkonsum erfolge zudem häufig bereits im Alter von zwölf  bis 14 Jahren. © afp/aerzteblatt.de

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reinermoysich
am Sonntag, 19. Juli 2009, 23:27

Schule sollte viel mehr Lebens-Nützliches vermitteln!

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat sicher völlig recht mit ihrer Forderung, im Schulunterricht von der ersten Klasse an gesundes Leben zu lehren.
Zumal ja bereits in Großbritannien in einem speziellen Fach "Lebenskompetenz" vermittelt wird, nicht nur in Sachen Alkoholkonsum, sondern auch bei Ernährung und bei sozialen Problemen.

Ich finde, auch weitere Fächer wären für die Schüler sowohl schon während wie nach der Schulzeit sehr sinnvoll: Rechtskunde (auch speziell über Rechte und Pflichten von Kindern, Jugendlichen und Eltern) und Weltanschauungskunde (anstelle vom jetzigen Religionsunterricht, welcher klar menschenrechtswidrig ist, da er einseitig religiöse Weltanschauungen massiv bevorzugt und so nichtreligiöse Weltanschauungen extrem benachteiligt).

Für die zusätzlichen Fächer können leicht andere Fächer sehr stark entrümpelt werden, indem durch wissenschaftliche Untersuchungen bei Erwachsenen herausgefunden wird, welcher Schulstoff im nachschulischen Leben sich als wirklich nützlich erwiesen hat. Und nur, was mindestens 95% der Erwachsenen als sinnvoll bezeichnet haben, sollte fortan noch erlaubt sein, an Schulen unterrichtet zu werden (hierauf haben Schüler ein natürliches Recht!).

Würden solche eigentlich Selbstverständlichkeiten endlich im Schulalltag umgesetzt, hätten wir nicht nur eine völlig andere (viel bessere) Schulatmosphäre, sondern bräuchten viel weniger Sorgen um die Gegenwart und Zukunft unserer Kinder zu haben!

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